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Zeitung macht Schule

Drogenabhängigkeit bei Jugendlichen   Wenn Jugendliche Drogen nehmen, kann das verschiedene Gründe haben. Manche Jugendliche haben Probleme in der Familie, Schwierigkeiten in der Schule oder geraten in ihrem Freundeskreis durch den Gruppenzwang in den Kontakt mit Drogen. Weitere Gründe für den Konsum von Drogen können auch mit der Persönlichkeitsentwicklung des Jugendlichen im Zusammenhang stehen, wie zum Beispiel ein geringes Selbstwertgefühl, Angst vor Problemen und eine mangelnde Anerkennung in ihrem Lebensumfeld.   Durch die Einnahme von Drogen (Haschisch, Marihuana, Ecstasy u.a.) wird der Organismus eines Menschen stark beeinflusst, so dass zunächst auch die Wirkung als positiv empfunden werden kann. Belastende Lebensumstände und Ängste können so leichter verdrängt werden. Problematisch wird es, wenn jemand immer wieder zu Drogen greift, um sich durch die berauschende oder dämpfende Wirkung der Drogen in eine bessere Stimmung zu versetzen. Experten sprechen dann von einer seelischen, mitunter auch körperlichen Abhängigkeit von der Droge.   Jugendliche, die in der Gefahr stehen, in die Drogenabhängigkeit zu geraten, verlieren oft den Bezug zur Realität, vernachlässigen ihre Kontakte zu wirklichen Freunden und haben häufig auch Probleme, sich in der Schule zu konzentrieren. Manche können sich nicht mehr sinnvoll mit Unterrichtsinhalten auseinandersetzen. Diese Situation führt dann dazu, dass sich wiederum viele weitere Probleme wie Konflikte mit den Eltern ergeben, so dass man irgendwann auch von einem Teufelskreis durch die Drogenabhängigkeit sprechen muss. Wie kann man als Elternteil oder Erziehungsberechtigter helfen?   Grundsätzlich sollten sich die eigentlich wichtigsten erwachsenen Bezugspersonen, wie die Eltern, darum bemühen, in einem guten Verhältnis zu ihren Kindern zu stehen. Sie sollten helfen, wenn sie bemerken, dass ihr Kind dazu neigt, in eine Drogenabhängigkeit zu geraten. Gemeinsam können Regeln und Vereinbarungen besprochen werden. Außerdem wären interessante Freizeitbeschäftigungen wie sportliche Aktivitäten wichtig, um im Kontakt zu wirklichen Freunden wieder Vertrauen zu sich selbst zu entwickeln und in schwierigen Lebenssituationen auch ohne Drogen klarzukommen.   „Hilfe zur Selbsthilfe“   Jugendliche, die in eine Drogenabhängigkeit geraten sind, können sich auch an die Suchtberatungsstelle der Diakonie in Lippstadt wenden und einen Beratungstermin vereinbaren. Die Mitarbeiter dieser Suchtberatungsstelle geben wichtige Hinweise und bieten Unterstützung an. Bei unseren Recherchen zu dem Thema unseres Artikels hatten wir die Möglichkeit, mit Frau Wolf von der Suchtberatungsstelle ausführlich zu sprechen. Frau Wolf berichtete, dass betroffene Jugendliche die Beratungsstelle aufsuchen können, wenn sie sich selbst helfen lassen möchten. Denn ein ganz wichtiger Grundsatz der Berater ist die „Hilfe zur Selbsthilfe“.   Die Suchtberatungsstelle der Diakonie befindet sich in der Brüderstrße 13 in Lippstadt und ist erreichbar unter der Telefonnummer 02941/5503.   Von Natalie Niggemann und Emilia Patane Klasse 8c, Schule im Grünen Winkel, Lippstadt